Wasser

Unsere Wasserversorgung

Gesteinsabbau hat ein Ende, Trinkwasserversorgung nicht!

  • Pumpwerk Klien– Versorgung 10.000 Menschen
  • Hermannsquelle, ZacherquelleI und ZacherquelleII – Versorgung Ortsteil Ems Reute
•Die geplante Steinbrucherweiterung greift in das bestehende, von der BH Dornbirn im Jahr 2002 festgestellte und vom Verwaltungsgerichtshof im Jahr 2012 bestätigte Schutzgebiet für die Quelle der Trinkwasserversorgungsanlage Pumpwerk Klien ein. Durch den geplanten Eingriff in die Natur ist die Quellfassung Klien in höchster Gefahr, unbrauchbar gemacht zu werden. Die Stadt Dornbirn besitzt aus diesen Quellen Bezugsrechte und betreibt auch das Pumpwerk, obwohl Quellen und Pumpwerk auf HohenemserGemeindeboden liegen. Das Pumpwerk Klien versorgt mit einer Jahresmenge von 440.000m3 bis 450.000 m3 rund 10.000 Einwohner, davon 600 im HohenemserStadtteil Klien. Das Pumpwerk Klien ist also für Dornbirn äußerst wichtig, da es bestes Trinkwasser für ein Fünftel der Dornbirner Bevölkerung liefert.  Das Pumpwerk Klien hat nicht nur für die Wasserversorgung Dornbirns eine hohe strategische Bedeutung, sondern für das ganze Rheintal. Der gesamte Einzugsbereich der Quelle Klien liegt außerhalb der Talebene des Rheintals, nämlich deutlich höher. Aufgrund der Möglichkeit zur Einspeisung des Wassers des Pumpwerks Klien in den Netzverbund des Wasserverbandes Rheintal hat die Quelle auch eine überregionale Bedeutung, da bei einem Ausfall des Wasserangebotes der Rheintalbrunnen, etwa durch einen Ölunfall, jederzeit als Notversorgung auf das Pumpwerk Klien zurückgegriffen werden kann.
•Gemäß diesem Projektentwurf greift diese Erweiterung in das derzeit bestehende, von der BH Dornbirn im Jahr 2002 festgestellte und vom Verwaltungsgerichtshof im Jahr 2012 bestätigte Schutzgebiet für die Quelle der Trinkwasserversorgunganlage Pumpwerk Klienein.
•Das Pumpwerk Klienträgt zu 12 c1/0 bis 15 % zur Deckung des Wasserbedarfes in Dornbirn bei. Mit einer Jahresmenge von 440.000 m3 versorgt die Quelle ca. 9.000 bis 10.000 Einwohner. Das Wasserdargebot der Quelle in Klienist ein wichtiges, strategisches Standbein in der Wasserversorgung. Die Quelle hat auch eine überregionale Bedeutung als Notversorgung bei Ausfall anderer Wasserdargebote.
•Ein Schutzgebiet wird von der Wasserrechtsbehörde im öffentlichen Interesse zur Sicherung der Qualität und Menge der Quelle ausgewiesen. Die aktuell ausgewiesene Schutzgebiets-Fläche entspricht den Minimalanforderungen für dieses Wasservorkommen. Der im Schutzgebietsbescheid Pumpwerk Klienvorgenommenen Schutzgebietsabgrenzung gingen aufwendige hydrogeologische Untersuchungen voraus, um das für den Schutz des Wasservorkommens unbedingt benötigte Gebiet auszuweisen. In diesem Bescheid wurden für die Schutzzone 11 19 Schutzmaßnahmen angeordnet. z.B. Schutzmaßnahme 2: „Die Entnahme von Bodenmaterial und mineralischen Bodenschätzen, Sondierungen zur Erschließung derartiger Bodenschätze sowie jegliche Art großflächiger Abgrabungen sind verboten“.
•Für eine Umsetzung des Projekts wäre eine Änderung des Schutzgebietsbescheides erforderlich. Eine solche Änderung kann ein Liegenschaftseigentümer, der durch den Schutzgebietsbescheid belastet ist, bei der Wasserrechtsbehörde beantragen. Eine Änderung darf von der Wasserrechtsbehörde nur dann verfügt werden, wenn das im öffentlichen Interesse liegende Erfordernis der einwandfreien Trinkwasserversorgung weiterhin adäquat geschützt wird. Dies wäre nur dann der Fall, wenn sichergestellt werden kann, dass das Vorhaben das Wasservorkommen auf keinen Fall beeinträchtigt. Ob dies der Fall ist muss im Verfahren durch Sachverständige geprüft werden.
•Aus Sicht der Wasserversorgung von Dornbirn und Klienin Hohenems muss darauf geachtet werden, dass mit absoluter Sicherheit jede negative Beeinflussung des Pumpwerkes Klienverhindert wird und das Schutzgebiet in seiner bestehenden Form respektiert wird und erhalten bleibt. Die im Schutzgebietsbescheid festgelegten Maßnahmen sind Anordnungen, die im öffentlichen Interesse an einer einwandfreien Wasserversorgung unbedingt erforderlich sind (Grundsatz der „Eingriffsminimierung“). Jede Änderung des Schutzgebietsbescheides ist abzulehnen, wenn die Änderung eine Herabsetzung des geltenden Standards zur Folge hätte.