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Antrag-Einreichung der Firma Rhomberg am 19.11.2018

Antrag-Einreichung der Firma Rhomberg am 19.11.2018

Info zum Stand der Steinbrucherweiterung

Die Firma Rhomberg hatte im August 2018 informiert, dass die Projektunterlagen nachgebessert werden müssen und somit der Start des Projekts bei der Behörde erst Anfang Jahr 2019 erfolgen wird. Wir informieren nun, dass die Firma Rhomberg die Projektunterlagen schon im November eingereicht hat und somit der Antrag für die Erweiterung des Steinbruchs am 19. November 2018 an die Behörde gestellt wurde.

Chronik

Chronik

Hier eine umfassende Chronik der alten Website.

 

1654 Ein Felssturz am Breitenberg schuf einen Weiher, der 106 Jahre später wieder zugeschüttet wurde.
16.02.1760 Ein riesiger Felsbrocken hatte sich am Breitenberg aus der Wand gelöst und war zu Tal gedonnert. Einen Monat später folgten weitere Felsmassen.
1943 Am 13. Jänner löste sich im Büchele-Steinbruch (Erlach) eine riesige Felsmasse, stürzte in die Tiefe und begrub 11 Arbeiter. Bei diesen beiden Felsstürzen sind schätzungsweise (Dozent Krasser) 1 Mio. Kubikmeter ausgebrochen!
1961 Dozent Krasser verfasst im Auftrag der Stadt Dornbirn Gutachten, worin er von einer Sprengung am Breitenberg (Gelbe Wand) abrät, da 10.000 bis 15.000 m3 Gesteinsmaterial sich lösen könnte.
1964 Erstellung einer großen Aufbereitungsanlage im Steinbruch Erlach.
1967 Landesregierung bewilligt Abbau im Steinbruch Oberklien. Zu diesem Zeitpunkt hatte es 2x schon Hangrutschungen und Vermurungen im Oberklien gegeben.
Seit 1967 Einführung des Nachtbetriebs
Ende 60er 150m breite Hangrutschung am Kaisergarten
1970 Um Material für den Bau der Autobahn zu gewinnen, wird der Steinbruch Oberklien ohne gewerberechtliche Konzession, lediglich mit forstwirtschaftl. Rodungsgenehmigung genehmigt (übergeben?). Im selben Jahr veröffentlicht die Vorarlberger Landesregierung in einer öffentl. Aussendung, dass die in Oberklien wohnhafte Bevölkerung wegen des Schuttabbaues weder beunruhigt war noch sei. In diesem Jahr übernimmt W.-H. Rhomberg den Steinbruch Unterklien, in welchem in den Jahren zuvor schon händisch abgebaut worden war. In den Kriegsjahren beherbergte der Steinbruch einen Rüstungsbetrieb der Zahnradfabrik Friedrichshafen.
20.08.1970 Treffen von rund 50 Bürgern aus Ober- und Unterklien mit Landtagsabgeordnetem Ernst Winder zur Besprechung der Verhinderung eines neuen Steinbruchs und zu beraten, wie man die unzumutbaren Belästigungen im Steinbruch Oberklien reduzieren könne.
29.08.1970 Versammlung aller Hohenemser Bürger – Aufgrund der geschlossenen Demonstration der Ober- und Unterkliener wurde der Antrag zu einem neuen Steinbruch Oberklien von der Baufirma zurückgezogen. Verkauf des Steinbruchs Unterklien an W.-H. Rhomberg im bereits bestehenden Wohngebiet !
10.09.1970 Delegation unter Führung von DI Otto Amann überreicht LHM Keßler eine Resolution, in welcher Maßnahmen gegen bereits entstandene Schäden, außerdem die Einstellung der Nachtarbeit, die neuerliche Anlegung eines Weges nach Emsreute, die geordnete Wasserabfuhr im bisherigen Abbaugebiet und Maßnahmen zur Hintanhaltung der unzumutbaren Staubbelästigung gefordert werden. Der Landeshauptmann sichert Prüfungen zu. Im selben Jahr genehmigt die BH Dornbirn die Erweiterung des Steinbruchs Erlach entgegen dem Willen der Stadt Hohenems. Die Stadt erhebt Einspruch beim Land, dieser wird abgewiesen. Die Stadt reicht Einspruch beim Ministerium für Handel und Gewerbe ein.
07.05.1971 Kurz vor 9 Uhr stürzen gewaltige Felsmassen im Oberklien nieder. 400.000 m3 kommen 10 cm vor den Häusern zum Stillstand. Wie durch ein Wunder kommen nach der misslungenen Evakuierung keine Menschen zu Schaden.
19.11.71 Steinbrechanlage im Steinbruch Unterklien wird genehmigt, die Einwendungen von Frau Amanda Karu, Edeltraud Hämmerle und Herlinde Bohle abgelehnt.
1971 wehren sich die Bewohner des Bremenmahd gegen die Ausweitung der Sprengungen. Gutachten bei den Geologen Oberhauser und Pacher werden in Auftrag gegeben, weil man aufgrund des Oberkliener Felssturzes Angst hat.
06.09.1971 Sitzung zu einer Großsprengung am 8.9. im Gemeindehaus Hohenems.
08.09.1971 Großsprengung mit Staubentwicklung wie eh und je.
21.09.1971 Sitzung im Gemeindehaus wegen Großsprengungen am 13. und 14.8. Es wird über eine Kostenbeteiligung der Stadt an diesen Großsprengungen diskutiert!
18.08.1971 Die Bewohner von Unterklien halten im GH Breitenberg eine Versammlung ab, da die Staubablagerungen unerträglich sind. Steinbrocken flogen bei der Sprengung am 14.10. bis zum GH Breitenberg.
Weitere Sitzungen am 15.10.,17.10., am 4.11. wobei beschlossen wurde, Landesrat Winder um Hilfe zu bitten.
11.11.1971 Aufgrund der untragbaren Belästigungen stellt die Bevölkerung im Unterklien folgendes Forderungsprogramm an den Pächter des Steinbruchs und an die Gemeinde als dessen Vertragspartner:
Dass alle bereits entstandenen Schäden an Gebäuden wiedergutzumachen sind, dass die einstige Zusage eingehalten werden soll, dass nach Schüttung des Wolfurter Güterbahnhofes die Abbaumenge im Unterklien auf ein Drittel der jetzigen Abbaumenge herabgesetzt wird, dass bis zum Abschluss der Schüttung des Wolfurter Güterbahnhofes nur noch drei Tiefbohrloch -sprengungen pro Jahr erfolgen dürfen, dass die Breitenbergstraße sofort wieder repariert und in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden muss und dass die allgemeine Wertminderung am Eigentum der ansässigen Bevölkerung durch einen Sachverständigen festzustellen und diese vom Steinbruchpächter und der Marktgemeinde Hohenems als Vertragspartner ersetzt werden muss.
19.05.1973 Es wird von der Fa. Rhomberg zugesagt, nach einer Großsprengung ein Reinigungsgeld in der Höhe von 300 öS pro Haushalt auszuzahlen, aber nur, wenn die Fassaden der Häuser auch wirklich verschmutzt wurden.
20.12.1976 Vertrag zwischen der Marktgemeinde Hohenems und der Fa. Rhomberg wird abgeschlossen. Die Fa. Rhomberg erhält das Recht, Steine in beliebiger Höhe, Tiefe und Weite, abzubauen. Falls keiner der Vertragsteile dem anderen bis 31.12.1999 mitteilt, dass der Vertrag am 31.12. 2000 endet, verlängert er sich auf weitere 20 Jahre.
August 1978 Aufgrund einer Anfrage des Landtagsabgeordneten Ernst Winder im Landtag, in welcher er auf Gefährdungen und Belästigungen durch den Steinbruch Bremenmahd hinwies, erarbeitete die BH Dornbirn mit den Besitzern den Beschluss, den Steinbruch Bremenmahd bis Ende des Jahres 1980 einzustellen.
18.04.1980 Es entsteht aufgrund einer Warnung vor Ausweitung des Steinbruches Unterklien von Dr. Arnulf Häfele eine Interessensgruppe, welche ein Schreiben an alle Bürger im Unter- und Oberklien verfasst. In diesem wird festgehalten, dass Walter Rhomberg tatsächlich den Pachtvertrag für die „Neue Welt“ bis zum Jahr 2099 verlängert hat.
Gleichzeitig unterstellt DI Amann Dr. Häfele, er versteige sich in der grotesken Mutmaßung, dass eine Steinbrucherweiterung bis zum Felssturz geplant sei. DI Amann verweist auf den Vertrag vom 20.12.76, in dem klipp und klar steht, dass „kein Material südlich des Unterklienbaches verarbeitet oder abgeführt werden darf“. Er persönlich verbürgt sich im Namen der ÖVP, dass sich die Gemeinde gegen eine Erweiterung des Steinbruchs Unterklien zur Wehr setzen werde.
19.04.1980 Aussprache mit DI Otto Amann, Dr. Arnulf Häfele und der Geschäftsleitung der Fa. Rhomberg.
Ing. Hermann Bischof gibt dabei bekannt, der Pachtvertrag zwischen Waldburg-Zeil und Rhomberg sei nur deshalb abgeschlossen worden, damit keine andere Firma einen Abbauvertrag erhält, bzw. einen Steinbruch aufmachen könne.
Dr. Häfele schlägt vor, dass der Vertrag rückgängig gemacht werden solle und dass dieses Gebiet vom Unterklienbach bis Felssturz Oberklien unter Landschaftsschutz gestellt werden solle.
Dr. Häfele zitiert aus dem Vertrag Pkt 2, in welchem festgehalten wird: „Die Firma Rhomberg ist demnach berechtigt, das gesamte auf dem Pachtobjekt (GP 4755/1) sich befindliche Material wie Steine, Einschlüsse, Überlagerungsmaterial – gleichgültig welcher Art – abzubauen und dieses der von ihr zu bestimmenden Verwertung zuzuführen“.
Labg. Willi Aberer bestätigt die Aussage des Bürgermeisters, dass der Unterklienbach die Abbaugrenze sei. Er erklärt sich bereit, einen Antrag auf Landschaftsschutz zu unterstützen.
28.05.1980 Selbständiger Antrag von Dr. Häfele im Landtag betreffend die Schaffung eines Landschaftsschutzgebietes.
08.06.1980 Die Gemeindevertretung Hohenems unter Vorsitz Bgm. DI Otto Amann beschließt die Antragstellung an die Landesregierung zur Erklärung der „Neuen Welt“ zum Landschaftsschutzgebiet.
29.10.1980 Tagung des Rechtsausschusses zur Beratung u.a. des Antrages von Dr. Häfele betreffend die Schaffung eines Landschaftsschutzgebietes in Hohenems.
Ende 1980 Einstellung des Steinbruchs Gstöhl (Bremenmahd)
1985 Genehmigung der Aushubdeponie im ehemaligen Steinbruch „Gstöhl“
1987 Dr. Häfele und Günther Steinbrugger sowie Walter Spiegel warnen, dass es für den Umweltschutz eine äußerst schädliche Wirkung sei, wenn Grundstücke im Unterklien an die Fa. Rhomberg verkauft würden, weil die Gemeinde dann in diesem Gebiet kein Mitspracherecht mehr hätte und der Gemeinde zudem 8 Millionen S entgehen würden, durch zu niedrigen Verkaufspreis.
1988 Grundverkauf von ca. 6 ha an die Fa Rhomberg im Steinbruchgebiet Unterklien.
23.02.1989 Vertrag aus dem Jahre ´76 für den Steinbruch Unterklien wird bis zum Jahr 2020 verlängert (Hohenems verzichtet auf die Möglichkeit der Vertragskündigung per 31.12.2000), damit sichergestellt sei, dass die Sprengungen umweltfreundlich und mit weitaus geringeren Belästigungen für die Überlieger in Emsreute verbunden seien. Gegen diesen Beschluss sprachen sich die SPÖ und die Grüne Alternative Liste aus.
Aushub- und Bauschuttdeponie wird genehmigt. Wieder Staubentwicklungen und vermehrtes LKW-Aufkommen.
1991 Die Aktionsgemeinschaft „Lebenswertes Bremenmahd“ entsteht, da die Staubemissionen für Menschen im Bremenmahd während der warmen Witterungsperioden unerträglich sind.
Im Jänner färbt eine Staubwolke den Schnee in der Parzelle Steckenwegen grau.
Für Großsprengungen am 13.3, 12.8. und 21.8. erhalten die Bewohner des Bremenmahd eine Entschädigung von 400.- pro Haushalt, für eine Staubwolke, die bis zur Birkenwiese gezogen war!
01.10.1991 Lokalaugenschein im Bremenmahd. Bgm. Sohm vereinbart Sofortmaßnahmen und Lärmmessungen; er wolle alle Möglichkeiten ausschöpfen, unzumutbare Belästigungen durch Staub, Lärm und Erschütterungen aus dem Betrieb des Steinbruchs Rhomberg hintanzuhalten. Er wird bei der zuständigen Berghauptmannschaft vorstellig, um den Abbau in vernünftige Bahnen zu lenken.
Dr. Häfele regt eine Bürgerinitiative an.
Dezember 1991 Bgm. Sohm tritt für die Errichtung der Gleisanlage ein, damit auch andere Betriebe in dieser Gegend die Möglichkeit bekommen, ihre Produkte auf der Schiene zu transportieren.
01.04.1994 Neues Förderband und Beginn des Baues eines 1,5 km langen Gleises mit Anschluss an die ÖBB.
1995 Es soll die bestehende Deponie „aufgewertet werden, Gewerbe- und Industriemüll höherer Eluatklasse als II sollen abgelagert werden“.
1996 Felssturz von über 40.000 m3 aus dem unteren Bereich der Wand im Steinbruchareal, obwohl DDr. Bertle die Situation immer als ruhig bezeichnet hatte. 8 Arbeiter entrinnen knapp dem Tod.
Antrag auf Deponieaufwertung wird zurückgezogen. Zu riskant?
Fertigstellung des Gleisanschlusses, unbeschrankt, ohne Unterführung!
März 1997 Die Fa. Rhomberg präsentiert vor Emser Kommunalpolitikern das Projekt einer Erweiterung des Steinbruchs Unterklien in Richtung Hohenems.
Bgm. Amann kündigte für die Emser ÖVP und FPÖ eine positive Haltung zum Projekt an.
November 1998 Informationsveranstaltung der Stadt Dornbirn wegen möglichem Felssturz „Breiter Berg“.
Eine holländische Expertengruppe rät zur Sprengung des 200.000 Kubikmeter mächtigen Felspfeilers in 600 m Höhe.
Univ.- Prof. Mostler bezeichnet den Felspfeiler als ruhig, spricht den Holländern ihre Qualifikation ab.
März 1999 Laufend werden große Felsstürze, hervorgerufen durch den ehemaligen Schutthaldenabbau in Oberklien, von der beunruhigten Bevölkerung gemeldet.
Detaillierte Schilderungen der Ereignisse in der politischen Landschaft im Zeitraum Nov. 98 bis Juni 99 werden im Kapitel Politik chronologisch fortgeführt.

 

Um was geht es?

Um was geht es?

Die Firma Rhomberg hat einen neuerlichen Projektentwurf für eine Erweiterung des Steinbruchs vorgestellt,

nachdem ein 1998 beantragtes Projekt nicht bewilligt wurde.

Quelle: Homepage Firma Rhomberg

Wir, die Bürgerinitiative Steinbruch Unterklien setzen uns ein…

  • für den Erhalt des geschützten Landschaftsteil Klien
  • für den lückenlosen Erhalt des Grossraumbiotops Hohenems Reute – Klien – Breitenberg
  • für den Erhalt der rheinunabhängigen Trinkwasserversorgung aus dem Pumpwerk Klien
    für täglich 10.000 Menschen und dessen Quellschutzgebiet
  • für den Erhalt der Hermannsquelle, Zacherquelle I und II, welche Hohenems Reute
    mit Trinkwasser versorgen
  • für den Erhalt der durch uns Anrainer geschaffenen Werte wie Häuser und Wohnungen
  • für den Erhalt unseres Lebensraumes
  • für den Erhalt unserer Sicherheit und der Sicherheit folgender Generationen

… denn diese Werte werden mit der Erweiterung des Steinbruchs unwiederbringlich zerstört.